Website kostenlos, Support monatlich – wie das Modell für Kleinunternehmen funktioniert
Eine professionelle Website kostet in Österreich als klassisches Agenturprojekt einen vierstelligen Betrag – fällig, bevor die erste Seite online ist. Für einen Betrieb mit drei Mitarbeitern ist das oft der Grund, warum die Website seit acht Jahren aussieht wie 2018. Es geht auch anders herum: Die Website kostet gar nichts, bezahlt wird nur der laufende Support. Und der ist der eigentliche Punkt.
Die Website ist nicht der Engpass. Die Sichtbarkeit ist es.
Fast jeder Betrieb, der keine gute Website hat, denkt zuerst an den Preis der Erstellung. Das ist verständlich, aber es ist die falsche Sorge. Die eigentliche Frage kommt danach: Wer sieht die Seite eigentlich?
Eine Website ist kein Möbelstück, das man einmal kauft und dann hinstellt. Sie steht in einem Umfeld, das sich ständig bewegt. Google ändert, wonach es sortiert. Mitbewerber bauen ihre Seiten aus. Browser werden strenger bei Sicherheit und Ladezeit. Rechtstexte veralten. Eine Seite, die zwei Jahre lang niemand angefasst hat, rutscht nicht plötzlich ab – sie rutscht langsam, ohne dass es jemand merkt, bis die Anrufe ausbleiben.
Deshalb ist ein Modell, bei dem nur die Erstellung bezahlt wird, für Kleinbetriebe oft das schlechtere Geschäft. Man zahlt genau für den Teil, der einmal passiert, und nichts für den Teil, der laufend entscheidet, ob sich die Sache überhaupt lohnt.
Was „Website kostenlos, Support monatlich“ konkret bedeutet
Beim klassischen Modell kaufst du ein Projekt: Konzept, Design, Umsetzung, Übergabe. Danach gehört dir die Website – und ab da kümmerst du dich selbst um Hosting, Updates, Änderungen, Sicherheit und Sichtbarkeit, oder du beauftragst jedes Mal einzeln.
Beim Support-Modell dreht sich das um. Die Erstellung wird gar nicht verrechnet: Die Website wird gebaut, aufgesetzt, online gestellt – für 0 €. Bezahlt wird ausschließlich das, was danach jeden Monat tatsächlich zu tun ist. Und das zerfällt in zwei klar unterscheidbare Teile.
Teil A: Damit die Seite läuft
Der technische Betrieb. Hosting auf verlässlichen Servern, SSL-Zertifikat, tägliche Backups, Sicherheits-Updates, Überwachung der Erreichbarkeit, Domain und E-Mail-Postfächer, DSGVO-Texte, die aktuell bleiben, wenn sich die Seite oder die Rechtslage ändert. Dazu ein bis zwei inkludierte Änderungen pro Monat – neue Öffnungszeiten, ein neuer Preis, ein neues Foto – und jemand, der antwortet, wenn etwas nicht funktioniert.
Das ist der Teil, den fast jeder Anbieter irgendwie abdeckt. Er ist notwendig, aber er allein bringt keinen einzigen Kunden.
Teil B: Damit die Seite gefunden wird
Der Teil, den die meisten weglassen – und der Grund, warum der Beitrag existiert. Seitentitel und Beschreibungen werden gepflegt, nicht einmal gesetzt und dann vergessen. Die Indexierung bei Google wird kontrolliert: Ist die Seite überhaupt drin? Sind neue Inhalte angekommen? Das Google-Business-Profil wird eingerichtet und aktuell gehalten, weil bei lokalen Suchanfragen oft nicht die Website, sondern der Kartenausschnitt entscheidet. Ladezeit und Mobilansicht werden geprüft, weil Google beides als Rankingfaktor benutzt. Und du bekommst einen Monatsreport, in dem steht, wie viele Menschen die Seite besucht haben und wie sichtbar sie ist.
Das ist kein Zusatz. Das ist der Zweck.
Warum Agenturen dieses Modell überhaupt anbieten
Die ehrliche Antwort: weil es planbar ist. Eine Agentur, die die Erstellung nicht verrechnet, finanziert die Arbeit vor und holt sie über die Laufzeit herein. Das funktioniert nur mit einer Mindestlaufzeit – üblich sind zwölf Monate.
Für dich heißt das: Du gehst keine Anfangsinvestition ein, aber du gehst eine Bindung ein. Wer das umgekehrt bevorzugt – lieber einmal zahlen und danach frei sein – ist mit einem Festpreisprojekt besser bedient. Beides ist legitim, es sind einfach zwei verschiedene Rechnungen.
Der zweite Grund ist weniger offensichtlich, aber wichtiger: Eine Agentur, die monatlich bezahlt wird, hat ein Interesse daran, dass die Seite funktioniert. Bei einem Festpreisprojekt ist der Auftrag mit der Übergabe erledigt. Ob danach jemand die Seite findet, ist wirtschaftlich nicht mehr das Problem des Erstellers.
Rechne die Positionen einmal einzeln durch
Hosting mit Backups, eine Domain, zwei Postfächer, eine bezahlte Änderung pro Monat, laufende SEO-Pflege, Pflege des Google-Profils und ein Monatsreport kommen zusammengekauft schnell auf einen dreistelligen Monatsbetrag. Bei uns liegt derselbe Leistungsumfang bei 119 € statt rund 299 € – und die Website selbst ist dabei noch gar nicht gerechnet, weil sie nichts kostet.
Die drei Fragen, die du vor Vertragsabschluss klären musst
1. Wem gehört die Domain?
Das ist der wichtigste Punkt. Die Domain muss auf dich registriert sein, nicht auf die Agentur. Sonst kannst du im Streitfall deine eigene Adresse nicht mitnehmen – und deine gesamte gedruckte Werbung, dein Google-Profil und deine E-Mail-Adressen hängen daran. Lass dir das schriftlich geben.
2. Wem gehört die Website – und was kostet der Ausstieg?
Solange die Erstellung nicht verrechnet wurde, bleibt die Website in der Regel Eigentum der Agentur. Das ist der Gegenwert dafür, dass du am Anfang nichts zahlst. Entscheidend ist, dass es einen definierten Weg heraus gibt: eine feste Summe, zu der du die Website übernehmen kannst. Ist keine Summe genannt, ist das ein Warnsignal.
3. Was steckt wirklich im Support?
Frag nicht, ob Support dabei ist – frag, was er umfasst. Wie viele Änderungen pro Monat, mit welchem Zeitbudget? Wird SEO nur einmal aufgesetzt oder laufend gepflegt? Bekommst du einen Report, und was steht darin? Wird das Google-Business-Profil betreut? Ein Anbieter, der darauf mit Zahlen antwortet, meint es ernst. Ein Anbieter, der „inklusive“ sagt und dann das Thema wechselt, verkauft dir Hosting mit Preisaufschlag.
Für wen sich das rechnet – und für wen nicht
Es passt, wenn du ein kleines Unternehmen führst, professionell auftreten willst, dich aber nicht mit Technik beschäftigen möchtest, keine große Summe auf einmal binden willst – und wenn dir wichtig ist, dass die Seite auch tatsächlich gefunden wird. Handwerksbetriebe, Lokale, Praxen, Salons, Ein-Personen-Unternehmen.
Es passt nicht, wenn du eine sehr individuelle Anwendung brauchst, einen Onlineshop mit hunderten Artikeln planst, oder wenn du ohnehin jemanden im Haus hast, der die Seite pflegt und die Sichtbarkeit im Blick behält. Dann zahlst du für Arbeit, die du selbst erledigst.
Das Fazit
Eine Website, die nur existiert, ist kein Vermögenswert – sie ist eine Visitenkarte in einer Schublade. Das Modell „Website kostenlos, Support monatlich“ nimmt genau diese Sorge vom Tisch: Die Seite kostet nichts, und der Beitrag, den du zahlst, geht in die Arbeit, die entscheidet, ob sie dir Kunden bringt.
Häufige Fragen
Ist die Website wirklich kostenlos?
Ja, für die Erstellung wird nichts verrechnet – keine Einrichtungsgebühr, keine Anzahlung, kein Aufschlag im ersten Monat. Bezahlt wird nur der laufende Support mit zwölf Monaten Mindestlaufzeit. Solange die Website betreut wird, bleibt sie Eigentum der Agentur; sie kann mit einer festen Summe übernommen werden. Die Domain gehört dem Kunden von Anfang an.
Wofür zahle ich den monatlichen Beitrag genau?
Für zwei Dinge. Erstens für den Betrieb: Hosting, SSL, tägliche Backups, Sicherheits-Updates, Domain und E-Mail, aktuelle DSGVO-Texte, inkludierte Änderungen und erreichbaren Support. Zweitens für die Sichtbarkeit: laufende SEO-Pflege, Kontrolle der Indexierung bei Google, Google-Business-Profil, Ladezeit- und Mobil-Check und ein Monatsreport. Der zweite Teil ist der Grund, warum es den Beitrag gibt.
Warum gibt es eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten?
Weil die Agentur die Erstellung vorfinanziert. Ohne Mindestlaufzeit könnte die Website nach zwei Monatsbeiträgen übernommen werden, was die Kalkulation unmöglich macht. Nach Ablauf sollte der Vertrag monatlich kündbar sein.
Kann ich die Website später übernehmen?
Ja, wenn der Vertrag eine Ablöse vorsieht. Damit wird die zuvor nie verrechnete Erstellung abgegolten und die Nutzungsrechte gehen auf dich über. Kläre vorher, was du dabei konkret bekommst – die Dateien, und ob Hosting und Support separat weiterlaufen können.
Website kostenlos. Support ab 119 € statt 299 €.
Die Erstellung deiner Website verrechnen wir nicht – 0 €. Bezahlt wird nur der monatliche Support, der sie am Laufen hält und dafür sorgt, dass sie auf Google gefunden wird. Mindestlaufzeit 12 Monate.
