Website & Support

Kostenlose Website: Wo ist der Haken?

„Die Website ist kostenlos“ löst bei den meisten Unternehmern zuerst Misstrauen aus – zu Recht. Wer schon einmal einen Handyvertrag mit 0-€-Gerät unterschrieben hat, weiß, dass das Geld irgendwo herkommt. Hier stehen die sieben Fragen, die in fast jedem Erstgespräch kommen, samt der Antworten, die man dazu geben muss.

1. Wenn die Website nichts kostet – was ist dann der Haken?

Der „Haken“ sind zwei Bedingungen, und beide gehören offen auf den Tisch: eine Mindestlaufzeit von üblicherweise zwölf Monaten für den Support, und die Tatsache, dass die Website bis zur Ablöse Eigentum der Agentur bleibt.

Das ist keine Falle, sondern die Logik des Modells. Die Agentur baut deine Website, ohne die Arbeit zu verrechnen, und holt sie über die Laufzeit des Supports herein. Ohne Bindung würde die Rechnung nicht aufgehen. Wer dir sagt, es gebe überhaupt keine Bedingungen, sagt dir nicht alles.

2. Ist der Monatsbeitrag dann nicht einfach eine getarnte Rate?

Das ist die berechtigtste Frage überhaupt – und die Antwort hängt davon ab, ob im Beitrag echte Arbeit steckt oder nicht.

Wenn ein Anbieter für den Monatsbeitrag nur Hosting liefert und die Seite ansonsten unangetastet stehen lässt, dann ist es eine getarnte Rate. Dann zahlst du eine Website in Monatsschritten ab und nennst es Support.

Ist der Beitrag dagegen an konkrete monatliche Leistungen gebunden – Sicherheits-Updates, Backups, inkludierte Änderungen, laufende SEO-Pflege, Kontrolle der Google-Indexierung, Pflege des Google-Business-Profils, ein Monatsreport –, dann bezahlst du Arbeit, die tatsächlich jeden Monat anfällt. Der Test ist einfach: Lass dir aufschreiben, was im Monat X passiert, wenn du selbst nichts meldest. Kommt eine Liste, ist es Support. Kommt „dann läuft die Seite halt“, ist es eine Rate.

3. Was passiert, wenn ich kündige?

Nach Ablauf der Mindestlaufzeit hast du normalerweise zwei Wege: Du übernimmst die Website mit einer einmaligen Summe und nimmst sie mit, oder der Vertrag endet und die Website geht offline. Deine Domain gehört in beiden Fällen dir – sie ist auf dich registriert und du nimmst sie mit.

Wichtig ist der dritte Punkt, den viele übersehen: Deine Inhalte gehören immer dir. Texte, Fotos und dein Logo hast du beigestellt, die bekommst du zurück, unabhängig davon, ob du ablöst oder nicht. Lass dir das im Vertrag zeigen.

4. Bekomme ich eine Vorlage mit meinem Logo drauf?

Diese Sorge ist berechtigt, weil es Anbieter gibt, die genau das machen. Die Antwort erkennst du nicht am Versprechen, sondern an den Referenzen: Schau dir drei bis vier fertige Kundenprojekte desselben Anbieters an. Sehen sie alle gleich aus, bekommst du eine Vorlage. Sehen sie unterschiedlich aus – andere Farben, andere Struktur, andere Bildsprache – wird individuell gearbeitet.

Frag zusätzlich, ob deine Branche schon einmal umgesetzt wurde. Ein Fischrestaurant braucht eine andere Seite als eine KFZ-Werkstatt, und das merkt man einer Website an.

5. Wie viele Änderungen sind wirklich drin?

Hier trennt sich Seriosität von Marketing. „Änderungen inklusive“ ohne Zahl dahinter bedeutet in der Praxis oft: eine kleine Textänderung pro Quartal, alles andere wird verrechnet. Lass dir sagen, wie viele Änderungen pro Monat und mit welchem Zeitbudget inkludiert sind, und was eine zusätzliche kostet.

Realistisch sind ein bis zwei Änderungen pro Monat mit jeweils rund einer halben Stunde. Das reicht für Öffnungszeiten, Preise, ein neues Foto oder einen neuen Absatz. Es reicht nicht für eine neue Unterseite – die ist fast überall eine Zusatzleistung.

6. Wer haftet, wenn die Datenschutzerklärung fehlerhaft ist?

Die unangenehme Wahrheit: Als Betreiber der Website haftest in erster Linie du. Deshalb ist es entscheidend, dass Impressum und Datenschutzerklärung nicht irgendwo zusammenkopiert werden, sondern zu dem passen, was auf deiner Seite tatsächlich läuft. Eine Datenschutzerklärung, die Google Analytics beschreibt, obwohl gar keines eingebaut ist, ist genauso ein Problem wie der umgekehrte Fall.

Frag konkret: Welche Dienste sind eingebunden? Werden Schriftarten vom eigenen Server geladen oder von Google? Gibt es Tracking? Je weniger externe Dienste eine kleine Unternehmenswebsite einbindet, desto einfacher ist die rechtliche Lage. Und: Bleiben diese Texte im Support aktuell, oder stehen sie ab Tag eins und veralten still vor sich hin?

7. Was, wenn ich später mehr brauche?

Das ist der Punkt, an dem sich zeigt, ob der Anbieter zu dir passt. Ein Support-Paket ist bewusst schlank. Wenn dein Betrieb wächst und du einen Onlineshop, mehrsprachige Inhalte oder ernsthaftes Suchmaschinenmarketing brauchst, muss es einen Weg nach oben geben – entweder beim selben Anbieter oder über eine Agentur im Hintergrund.

Frag danach, bevor du unterschreibst. Ein Anbieter, der auf „brauchen Sie nicht“ ausweicht, denkt nicht an dein Wachstum.

Das Fazit

Der Haken an der kostenlosen Website ist keine versteckte Klausel, sondern ein bewusster Tausch: Du bekommst kein Anfangsrisiko und keine Technikarbeit, dafür gibst du zwölf Monate Planbarkeit und akzeptierst, dass die Website bis zur Ablöse nicht dir gehört. Entscheidend ist, ob im Monatsbeitrag echte Arbeit steckt. Steckt sie drin, bezahlst du dafür, dass deine Seite läuft und gefunden wird – und das ist genau das, was eine Website erst nützlich macht.

Häufige Fragen

Was ist der Haken bei einer kostenlosen Website?

Es gibt zwei transparente Bedingungen: eine Mindestlaufzeit von üblicherweise zwölf Monaten für den Support und die Tatsache, dass die Website bis zur Zahlung einer Ablöse Eigentum der Agentur bleibt. Die Domain und alle von dir beigestellten Inhalte gehören dagegen dir.

Ist der Monatsbeitrag nur eine getarnte Rate für die Website?

Nur dann, wenn im Beitrag keine echte Arbeit steckt. Lass dir aufschreiben, was in einem Monat passiert, in dem du selbst nichts meldest. Kommt eine konkrete Liste – Sicherheits-Updates, Backups, SEO-Pflege, Kontrolle der Google-Indexierung, Pflege des Google-Profils, Monatsreport –, dann bezahlst du Support. Kommt keine Liste, bezahlst du eine Rate.

Was passiert mit meiner Website, wenn ich den Support kündige?

Entweder du übernimmst sie mit der vertraglich vereinbarten Summe und nimmst sie mit, oder der Vertrag endet und die Website geht offline. Deine Domain und deine eigenen Inhalte – Texte, Fotos, Logo – bekommst du in jedem Fall.

Wie erkenne ich, ob ich eine Vorlage oder ein individuelles Design bekomme?

An den Referenzen. Sieh dir drei bis vier fertige Kundenprojekte des Anbieters an. Wenn sie sich in Farbe, Aufbau und Bildsprache deutlich unterscheiden, wird individuell gearbeitet. Wirken sie wie dieselbe Seite in verschiedenen Farben, bekommst du eine Vorlage.

Wer haftet für Impressum und Datenschutzerklärung?

In erster Linie du als Betreiber der Website. Deshalb müssen beide Texte zu dem passen, was auf der Seite tatsächlich eingebunden ist – und sie müssen aktuell bleiben. Je weniger externe Dienste eingebaut sind, desto einfacher ist die rechtliche Lage.

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Die Erstellung deiner Website verrechnen wir nicht – 0 €. Bezahlt wird nur der monatliche Support, der sie am Laufen hält und dafür sorgt, dass sie auf Google gefunden wird. Mindestlaufzeit 12 Monate.

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