Kosten

Versteckte Website-Kosten: Was nach dem Angebot noch dazukommt

Die meisten Enttäuschungen bei Website-Projekten entstehen nicht durch schlechte Arbeit, sondern durch Posten, über die vorher niemand gesprochen hat. Hier sind die acht, die am häufigsten nachträglich auftauchen – und die Fragen, mit denen du sie vor der Unterschrift sichtbar machst.

1. Domain und E-Mail

Die Domain selbst ist günstig, aber sie ist eine Jahresgebühr, die dauerhaft läuft. Wichtiger als der Preis ist die Frage, auf wen sie registriert wird. Steht die Agentur als Inhaber im Register, gehört dir deine eigene Adresse nicht.

Frag konkret: Wird die Domain auf mich registriert? Wie viele E-Mail-Postfächer sind dabei und was kostet ein zusätzliches?

2. Hosting mit Backups

Hosting ist Pflicht und läuft monatlich weiter. Entscheidend ist, ob automatische Backups enthalten sind und wie weit sie zurückreichen. Ein Hosting ohne Backup ist im Schadensfall wertlos.

Frag konkret: Sind tägliche Backups enthalten? Wie schnell kann ein Stand wiederhergestellt werden?

3. SSL-Zertifikat

Ohne SSL zeigt der Browser „Nicht sicher“ neben deiner Adresse. Bei den meisten seriösen Hostern ist ein Zertifikat heute inklusive – manche verrechnen es trotzdem separat.

4. Wartung und Updates

Der Posten, der am häufigsten fehlt. Websites auf verbreiteten Systemen brauchen regelmäßige Updates, sonst werden sie zur Sicherheitslücke. Wird das nicht gemacht, ist die Seite irgendwann kompromittiert – und die Wiederherstellung kostet ein Vielfaches der Wartung.

Frag konkret: Wer spielt Updates ein, in welchem Rhythmus, und ist das im Preis enthalten?

5. Änderungen

Der Klassiker. Neue Öffnungszeiten, ein geänderter Preis, ein neues Teamfoto – Kleinigkeiten, die über die Jahre summieren. Wird pro Aufwand verrechnet, liegen typische Sätze in Österreich bei 45 bis 90 € je Änderung.

Frag konkret: Wie viele Änderungen sind pro Monat inkludiert, mit wie viel Zeitbudget, und was kostet eine darüber hinaus?

6. Texte

Viele Angebote setzen voraus, dass du die Texte lieferst. Das klingt nach wenig Aufwand und ist der häufigste Grund, warum Projekte monatelang liegen bleiben – die Website ist fertig, aber niemand hat je die Texte geschrieben. Professionelle Texterstellung ist deshalb bei den meisten Anbietern eine Zusatzleistung mit eigener Rechnung. Frag danach, bevor du unterschreibst: Sind die Texte enthalten oder nicht?

Frag konkret: Sind Texte im Preis enthalten? Wenn nicht, was kostet die Erstellung pro Seite?

7. Bilder und Lizenzen

Stockfotos sind lizenzpflichtig, und die Lizenz gehört demjenigen, der sie gekauft hat. Bilder aus einer Google-Suche zu verwenden ist der schnellste Weg zu einer Abmahnung. Auch eigene Fotos brauchen Rechte, wenn Personen darauf erkennbar sind.

Frag konkret: Wer stellt die Bilder, wer hält die Lizenz, und darf ich sie auch auf Social Media verwenden?

8. Nachträgliche Unterseiten

Ein Angebot über „eine Website“ meint oft eine bestimmte Anzahl Seiten. Jede weitere Seite – Leistungen, Team, Jobs, Galerie – ist eine Zusatzposition. Bei Modellen mit monatlichem Support liegen übliche Sätze im niedrigen dreistelligen Bereich pro Seite.

Die eine Frage, die alles sichtbar macht

Wenn du dir nur eine Frage merken willst, dann diese: „Was zahle ich in den nächsten zwölf Monaten insgesamt, wenn ich das Angebot annehme und zwölf kleine Änderungen brauche?“

Ein Anbieter, der darauf eine konkrete Zahl nennen kann, hat ein durchdachtes Modell. Ein Anbieter, der ausweicht, wird dir die Differenz später in Rechnung stellen.

Häufige Fragen

Welche laufenden Kosten hat eine Website?

Domain, Hosting mit Backups, SSL-Zertifikat, technische Updates und jede Änderung, die du nicht selbst machst. Dazu kommen je nach Projekt Bildlizenzen und nachträgliche Unterseiten.

Was kostet eine Änderung an der Website?

Wird nach Aufwand verrechnet, liegen typische Sätze in Österreich bei 45 bis 90 € je Änderung. In Modellen mit monatlichem Support sind meist ein bis zwei kleine Änderungen pro Monat enthalten.

Muss ich die Texte für meine Website selbst schreiben?

Bei vielen Angeboten ja – das steht oft im Kleingedruckten, und es ist der häufigste Grund, warum Website-Projekte monatelang liegen bleiben. Professionelle Texterstellung ist bei den meisten Anbietern eine Zusatzleistung mit eigener Rechnung. Kläre vorab, ob die Texte enthalten sind und was sie sonst pro Seite kosten.

Darf ich Bilder aus dem Internet auf meiner Website verwenden?

Nein. Fotos aus einer Suchmaschine sind in der Regel urheberrechtlich geschützt, ihre Verwendung kann teuer werden. Nutze eigene Aufnahmen oder ordnungsgemäß lizenzierte Stockfotos und kläre, wer die Lizenz hält.

Website kostenlos. Support ab 119 € statt 299 €.

Die Erstellung deiner Website verrechnen wir nicht – 0 €. Bezahlt wird nur der monatliche Support, der sie am Laufen hält und dafür sorgt, dass sie auf Google gefunden wird. Mindestlaufzeit 12 Monate.

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